Austrian foreign policy and 20 years of EU membership: opportunities and constraints

Patrick Müller, Heidi Maurer

Abstract


Zum Zeitpunkt seines EU Beitritts 1995 musste Österreich seine außenpolitische Rolle in einer neuen Weltordnung neu definieren. Die Mitgliedschaft in der EU wurde dabei allerdings nicht systematisch genutzt, um durch eine Europäisierung nationaler Außenpolitik an globalem Einfluss und Gestaltungsmöglichkeiten zu gewinnen. Österreich hat insgesamt eher wenig Interesse gezeigt, eine aktive Rolle innerhalb der europäischen Außenpolitik zu entwickeln. Während die EU Mitgliedschaft eine signifikante Ausweitung der außenpolitischen Agenda bedeutet und Österreich sich in die Prozesse europäischer Politikgestaltung integriert hat, blieb der Schwerpunkt der österreichischen Diplomatie weitgehend auf nationale außenpolitische Interessen fokussiert. Dies zeigt sich etwa an der aktiven Rolle Österreichs im Rahmen der europäischen Politik gegenüber dem Westbalkan. Gleichzeitig kam es im Zuge der EU Mitgliedschaft zu Beschränkungen der einst unabhängigen österreichischen Außenpolitik, gerade etwa in Bezug auf Österreichs Neutralität. Dieses Schwerpunkheft vereinigt internationale Experten, um 20 Jahre nach dem EU Beitritt bilanzieren über den Stand der Europäisierung verschiedener Aspekte österreichischer Außenpolitik. Insbesondere thematisieren die einzelnen Beiträge die Bereiche Kooperation in der Außen- und Sicherheitspolitik, Entwicklungspolitik, sowie die Veränderungen diplomatischer Praktiken und Institutionen.


Schlagworte


Österreich; Außenpolitik; EU Mitgliedschaft; Europäisierung

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DOI: https://doi.org/10.15203/ozp.1574.vol45iss2

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Copyright (c) 2016 Patrick Müller, Heidi Maurer

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 ISSN: 2313-5433